Liebe LuftSport-Redaktion,
Lieber Herr Penner,

vielen Dank für Ihren Artikel zum Thema Wasserfliegen im aktuellen LuftSport Magazin. Der Artikel gefällt mir sehr gut und die Übersicht über die auf dem Markt erhältlichen Wasserflugzeuge ist prima! Hierzu möchte ich noch einen ganz aktuellen Hinweis geben:
Ich bin vor kurzem erst aus Russland zurückgekommen, wo ich die Gelegenheit hatte ein sehr modernes und bei uns leider kaum bekanntes Wasserflugzeug genauer unter die Lupe zu nehmen: Die Chaika L-44 (oder in Europa SeaBear, www.seabearaircraft.com). Dies ist ein modernes Amphibienflugzeug bzw. Flugboot in FVK-Bauweise, mit viel Platz für 4 Personen plus Gepäck, einer hohen Reichweite (von über 10 Stunden oder 2000 km) und einer Reisegeschwindigkeit von über 100 kn. Mit diesen Leistungsdaten, sehr guten Flugeigenschaften und zwei Rotax-Motoren (die einen günstigen Betrieb garantieren und ausreichende Sicherheit bei langen Strecken über Wasser bringen) ist sie meines Wissens einmalig auf dem Markt!
Unser Ziel (d.h. Meins und das von Dmitry, dem Chef von Chaika) ist es nun eine solche Maschine nach Deutschland bzw. Europa zu holen. Obwohl bereits ca. 30 Exemplare in Russland fliegen, hat es noch kein Flieger zu uns geschafft. Problem ist, dass die L-44 keine EASA-Zulassung besitzt (und aufgrund der hohen finanziellen und bürokratischen Hürden vermutlich auch nicht bekommen wird). Daher müsste sie bei uns wohl mit einer Einzelstückzulassung betrieben werden. Die Firma Chaika ist bereit einen 51%-Bausatz zur Verfügung zu stellen - sogar vorbereitet für den Rotax 915er Einspritzer - zu Kosten die nicht einmal halb so groß sind wie die einer PA28.
Ich halte diese Maschine für eine sehr vielversprechende Reisemaschine, v.a. für Piloten die gerne ausgedehnte Reisen auf die italienischen Seen oder nach Norwegen unternehmen möchten. Die Qualität und die äußerst durchdachte Konstruktion hat mich wirklich überzeugt, so dass ich jetzt ernsthaft begonnen habe die Idee, eine solche Maschine zu uns zu holen, zu verfolgen. Bis dahin ist es natürlich ein weiter Weg, vieles muss noch geklärt werden, v.a. hinsichtlich Zulassung und Lizenzen: Immerhin benötigt man die Klassenberechtigung MEP(Sea), wie auch immer man die in Deutschland bzw. Europa bekommen kann...
Ich würde mich freuen wenn sie diese Maschine noch kurz vorstellen könnten. Auch bin ich froh wenn sich weiter ‚Mitstreiter‘ für dieses Projekt finden würden.

Vielen Dank und beste Grüße,
Thomas Giegerich

 L 44 1

L 44 2

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